Das Nachhaltigkeitssiegel am Flaschenhals eines südafrikanischen Weines oder Weingut-Brandys wird durch das neutrale und unabhängige Wine and Spirit Board ausgestellt. Es garantiert Ihnen die Richtigkeit der Angaben zu Herkunft, Jahrgang und Rebsorte. Gleichzeitig wird garantiert, dass der Wein die Kriterien des IPW-Nachhaltigkeitsstandards erfüllt.

Um zu überprüfen, ob es sich bei dem ausgesuchten Wein um eine zertifizierte südafrikanische Originalabfüllung handelt, können Sie hier die Siegelnummer eingeben. Anhand dieser Nummer kann der Wein von der Flaschenfüllung bis zum Rebstock identifiziert und die Anbaumethode überprüft werden.
 
 

Falls Sie konkrete Fragen zu einem Wein haben, kontaktieren Sie bitte, die aufgrund ihrer Daten und Dokumentationen das Produkt bis in den Weinberg zurückverfolgen können.

Weitere Informationen:
Die „A“-Nummer finden Sie auf jedem Weinetikett, d. h. sowohl bei zertifizierten als auch bei nicht zertifizierten Weinen. Sie gibt Aufschluss über den verantwortlichen Händler bzw. Importeur.

Südafrikanische Weine, auch wenn sie nicht dem IPW-Nachhaltigkeitsstandard entsprechen, können weiterhin das „Wine of Origin Siegel“ tragen. Es garantiert Ihnen, dass die Angaben von Herkunft, Jahrgang und Rebsorte auf dem Weinetikett überprüft wurden und richtig sind.

   

Sustainable Wine South Africa (SWSA) ist eine Kooperation zwischen den Institutionen des Wine and Spirit Board (WSB),  Integrated Production of Wine (IPW), Biodiversity & Wine Initiative (BWI) und Wines of South Africa (WOSA).

Diese Organisationen forcieren die Umsetzung der freiwilligen Verpflichtung der südafrikanischen Weinwirtschaft ihre Weine nachhaltig und umweltfreundlich zu erzeugen.

„Unter der Berücksichtigung der Auswirkung unseres Weinanbaus und der Erzeugung von Wein im Hinblick auf die Bedürfnisse zukünftiger Generationen, machen wir nicht nur bessere Weine, sondern machen unseren Wein auch besser.“ (WOSA 2010)
 
 
 

Sustainable Wine South Africa (SWSA) ist eine Kooperation zwischen den Institutionen des Wine and Spirit Board (WSB),  Integrated Production of Wine (IPW), Biodiversity & Wine Initiative (BWI) und Wines of South Africa (WOSA).

WINE AND SPIRIT BOARD (WSB)

In Übereinstimmung mit dem Liquor Products Act 60 von 1989, der das ursprüngliche Weingesetz von 1957 ersetzt, kontrolliert das Wine and Spirit Board (WSP) die Angaben zu Herkunft, Rebsorte und Jahrgang. Das Gremium wird durch den Minister für Land- und Forstwirtschaft und Fischereiwesen einberufen. Es besteht aus zwölf Mitgliedern und setzt sich zusammen aus vier Hauptproduzenten, vier Großhandelsproduzenten, zwei Mitarbeitern der Landwirtschaftsabteilung und zwei offiziellen Wein- und Weinbauberatern. Sie werden vom Agricultural Research Council (ARC) ausgewählt. Zusätzlich wird ein unabhängiger Vorsitzender bestimmt.

Die Hauptaufgaben dieses Gremiums sind:

  • den Landwirtschaftsminister in allen Belangen des Liquor Products Act (Weingesetz) und die untergeordnete Gesetzgebung betreffend, zu beraten und fachliche Empfehlungen abzugeben
  • das Führen und Verwalten der Kontrollsysteme:  Wine of Origin (WO), die Erzeugung von Weingutsbrandy und Integrated Production of Wines, kurz IPW (Bewirtschaftungsprogramm für nachhaltige Weinerzeugung)



Das Gremium setzt sich aus diversen Komitees zusammen:

Das Komitee für Demarkation prüft Anträge zur Bestimmung und Änderung von Herkunftsangaben (geographische Einheiten, Regionen, Distrikte, Großlagen) sowie die Eintragung von Einzel- und Weingutslagen (Estate) und spricht Empfehlungen an das Führungskomitee aus.

Das Komitee für Bezeichnungen berücksichtigt und prüft alle Angaben und Etiketten zertifizierter Weine und Weingut-Brandys zu Herkunft, Jahrgang und Rebsorte.

Das technische Komitee kümmert sich um technische Anträge seitens der Weinwirtschaft. Darunter fällt die Auswertung technischer Prüfberichte und die Beurteilung von weinanalytischen Angaben im Bezug auf die Zertifizierung. Sie beraten alle Gremien bei technischen Belangen. Ebenso bewerten sie die Weine für die endgültige Zertifizierung und beraten über solche, die vom Weinbewertungskomitee abgelehnt wurden.

Die Komitees für Weinsensorik sind für die Zertifizierung der Weinherstellung, die Prüfung der entsprechenden Dokumente sowie die sensorische Beurteilung verantwortlich. Sie verkosten alle Weine, die für den Export bestimmt sind. Weine, die diese Komitees ablehnen, werden durch das technische Gremium nochmals gesondert überprüft.

Die dezentralisierten Bewertungskomitees müssen auch die Weine mit einer engeren geographischen Angabe, wie z. B. Einzellage, auf ihren gebiets- und herkunftstypischen Geschmack (Terroir) überprüfen.

Das Managementkomitee hat den Auftrag, die Alltagsgeschäfte des Wine and Spirit Boards zu führen. Zudem werden auch die Aufgaben und Projekte aller anderen Komitees koordiniert und überprüft.

Das Komitee für nachhaltige Weinerzeugung (Integrated Production of Wine) betreut als Expertengremium den IPW-Nachhaltigkeitsstandard. Die Mitglieder sind international vernetzt, verfügen über die neuesten Informationen und aktuelle Fachkenntnisse. Sie richten ihr Augenmerk darauf, dass Südafrikas Weinwirtschaft unter der Einhaltung von Nachhaltigkeitsaspekten qualitativ hochwertige Trauben und wirtschaftlich solide Weine erzeugen kann.

Zusammensetzung der Komitees:
Die technischen und dezentralisierten Verkostungskomitees bestehen aus Experten mit großer Erfahrung in der Beurteilung von Weinen. Sie repräsentieren alle Sektionen der Weinwirtschaft. Es gibt ca. 60 akkreditierte Verkoster, die abwechselnd einberufen werden.

SAWIS führt die administrativen und operativen Geschäfte des Wine of Origin Programms. Das betrifft auch die Kontrolle vor Ort. Dort entnehmen sie Stichproben und überprüfen ggf. Unregelmäßigkeiten in der Berichterstattung seitens der Produzenten. Sie verfassen Branchennachrichten, bearbeiten die Anträge zur Zertifizierung und sie vergeben die individuell nummerierten und abgezählten Flaschensiegel an die erfolgreich qualifizierten Betriebe.





BIODIVERSITY & WINE INITIATIVE (BWI)
Die Biodiversity & Wine Initiative (BWI) ist eine pionierhafte Kooperation zwischen der südafrikanischen Weinwirtschaft und dem Naturschutzsektor. Die gemeinsamen Ziele bestehen darin, den weiteren Verlust bedrohter natürlicher Lebensräume zu stoppen und den einzigartigen Artenreichtum in der westlichen Kapregion (Western Cape) langfristig zu schützen. Durch die Erstellung und Einhaltung umfassender Richtlinien zum Schutz der Biodiversität schützt die Weinwirtschaft auf freiwilliger Basis und aus Eigenleistung die einmalige Artenvielfalt ihres Weinlandes. Das Ziel ist der Erhalt funktionierender natürlicher Ökosysteme und eine vertretbare langfristig Nutzung vitaler landwirtschaftlicher Flächen. 

Inzwischen ist die BWI in das weitreichende Umweltprogramm des World Wide Fund for Nature South Africa (WWF-SA) integriert und ist damit Bestandteil der globalen Naturschutzorganisation WWF.

WINES OF SOUTH AFRICA (WOSA)
Die Wines of South Africa (WOSA) ist eine Nonprofit-Unternehmung der südafrikanischen Weinwirtschaft. Sie finanziert sich durch eine finanzielle Abgabe auf alle Weinexporte.

Die Gemeinschaftsorganisation fördert den Export aller südafrikanischen Weine in ausgewiesene Schüsselländer, wie z. B. UK, Deutschland, Holland, USA, Kanada, Asien und Afrika. Die Vision der WOSA ist, dass Südafrikas Weinwirtschaft weltweit als umweltfreundliches und sozial verantwortungsvolles Erzeugerland ausgezeichneter, interessanter und unverwechselbarer Weine aus einer der schönsten und artenreichsten Weinregionen der Welt wahrgenommen wird.