Das Nachhaltigkeitssiegel am Flaschenhals eines südafrikanischen Weines oder Weingut-Brandys wird durch das neutrale und unabhängige Wine and Spirit Board ausgestellt. Es garantiert Ihnen die Richtigkeit der Angaben zu Herkunft, Jahrgang und Rebsorte. Gleichzeitig wird garantiert, dass der Wein die Kriterien des IPW-Nachhaltigkeitsstandards erfüllt.

Um zu überprüfen, ob es sich bei dem ausgesuchten Wein um eine zertifizierte südafrikanische Originalabfüllung handelt, können Sie hier die Siegelnummer eingeben. Anhand dieser Nummer kann der Wein von der Flaschenfüllung bis zum Rebstock identifiziert und die Anbaumethode überprüft werden.
 
 

Falls Sie konkrete Fragen zu einem Wein haben, kontaktieren Sie bitte, die aufgrund ihrer Daten und Dokumentationen das Produkt bis in den Weinberg zurückverfolgen können.

Weitere Informationen:
Die „A“-Nummer finden Sie auf jedem Weinetikett, d. h. sowohl bei zertifizierten als auch bei nicht zertifizierten Weinen. Sie gibt Aufschluss über den verantwortlichen Händler bzw. Importeur.

Südafrikanische Weine, auch wenn sie nicht dem IPW-Nachhaltigkeitsstandard entsprechen, können weiterhin das „Wine of Origin Siegel“ tragen. Es garantiert Ihnen, dass die Angaben von Herkunft, Jahrgang und Rebsorte auf dem Weinetikett überprüft wurden und richtig sind.

   

Sustainable Wine South Africa (SWSA) ist eine Kooperation zwischen den Institutionen des Wine and Spirit Board (WSB),  Integrated Production of Wine (IPW), Biodiversity & Wine Initiative (BWI) und Wines of South Africa (WOSA).

Diese Organisationen forcieren die Umsetzung der freiwilligen Verpflichtung der südafrikanischen Weinwirtschaft ihre Weine nachhaltig und umweltfreundlich zu erzeugen.

„Unter der Berücksichtigung der Auswirkung unseres Weinanbaus und der Erzeugung von Wein im Hinblick auf die Bedürfnisse zukünftiger Generationen, machen wir nicht nur bessere Weine, sondern machen unseren Wein auch besser.“ (WOSA 2010)
 
 
 

Das Leitbild der Nachhaltigkeit muss neben dem Umweltschutz auch die MitarbeiterInnen stärken, eingeschlossen ihrer Lebensgestaltung, ihrer Würde, Gesundheit und Arbeitsschutz.

Das Nachhaltigkeitsstandard (IPW) berücksichtigt in seinem Richtlinienkatalog vor allem die Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und der Sicherheit der Arbeiter. Auch die Regierung hat 1994 eine strenge moderne Sozialgesetzgebung verabschiedet, die auch ArbeiterInnen in der Landwirtschaft, sowohl Festangestellte und temporäre Kräfte, schützt.

Zur Stärkung der sozialen Gleichberechtigung und der Schaffung fairer Rahmenbedingungen hat die südafrikanische Weinwirtschaft sich dazu verpflichtet die Unrechtmäßigkeiten der Vergangenheit zu korrigieren. Im November 2002 wurde deshalb eine Wine Industry Ethical Trade Association (WIETA) gegründet, die heute mit vereinten Kräften auch aus dem landwirtschaftlichen Sektor unterstützt wird.

WIETA ist eine freiwillige Nonprofit-Organisation mit vielen unterschiedlichen Akteuren, die sich für eine sozialverträgliche und ethisch korrekte Wein- und Landwirtschaft engagieren. Zu den Stakeholdern zählen Erzeuger, Händler, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und die südafrikanische Regierung.

Zur Aufgabe der WIETA zählt die Verbesserung der sozialen Rahmenbedingungen für die ArbeiterInnen in der Landwirtschaft:

  • die Formulierung und Akzeptanz eines Standards für sozialverträgliche, faire Arbeitsumgebung, die alle schützt, die direkt und indirekt in der Produktion tätig sind
  • die Förderung der Akzeptanz und Annahme des WIETA-Sozialstandards seitens der Farmbesitzer und Produzenten 
  • die Ausbildung und Beratung von Erzeugern und ArbeiterInnen über die Bedeutung des WIETA-Sozialstandards und die Rechte und Pflichten zur Gewährleistung sozial fairer Bedingungen. 
  • der Einsatz von unabhängigen Prüfern, die sicherstellen, dass die WIETA-Betriebe den WIETA-Standard umsetzen
  • kooperative Wege finden, wie die empfohlenen sozialen Richtlinien in der Praxis umgesetzt und gefördert werden können; ebenso sind wirksame Maßnahmen festzulegen falls eine Implementierung nicht gelingt

Im Mai 2012 hat die WIETA ein neues offizielles Siegel für faire Weinerzeugung eingeführt:



Dieses Siegel garantiert, dass der Wein unter Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen, basierend auf strengen und überprüfbaren Anforderungen, erzeugt wurde. Das WIETA-Logo kann entweder auf dem Vorder- oder Rückenetikett oder am Flaschenhals angebracht sein. Dies ist wahrscheinlich ein Novum unter den Weinerzeugerländern.

Der WIETA-Standard ist eine parallele Anstrengung zu Fair Trade oder Fair for Life, den beiden bedeutendsten Zertifizierungen für fair gehandelte Produkte. WIETA will deren ethische und soziale Kriterien in ihren Richtlinien abdecken. Die WIETA eigenen Kriterien und Prüfungsnormen werden darüber hinaus jedoch beibehalten.

Nur Weine, welche die WIETA-Kriterien erfüllen, dürfen das WIETA-Siegel tragen. Die Weinerzeuger müssen ihre rechtsgültige Vereinbarung mit der WIETA jährlich erneuern und unterzeichnen. Um eine absolute Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, müssen die Erzeuger alle Lieferanten benennen. Mindestens 60 % der Traubenlieferanten müssen ebenfalls WIETA-akkreditiert sein, die restlichen 40 % müssen nachweisen können, dass sie sich auf die Akkreditierung vorbereiten.

Das große nächste Ziel der südafrikanischen Weinwirtschaft ist es, alle Anstrengungen unter einem einzigen Siegel zu vereinen, das vom Wine and Spirit Board ausgestellt wird. Es soll sowohl die Echtheit eines Weins (Jahrgang, Herkunft Rebsorte), die nachhaltige Erzeugung (IPW) und die sozial-ethisch gerechte Behandlung der Arbeiter (WIETA) attestieren.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.wieta.org.za