Das Nachhaltigkeitssiegel am Flaschenhals eines südafrikanischen Weines oder Weingut-Brandys wird durch das neutrale und unabhängige Wine and Spirit Board ausgestellt. Es garantiert Ihnen die Richtigkeit der Angaben zu Herkunft, Jahrgang und Rebsorte. Gleichzeitig wird garantiert, dass der Wein die Kriterien des IPW-Nachhaltigkeitsstandards erfüllt.

Um zu überprüfen, ob es sich bei dem ausgesuchten Wein um eine zertifizierte südafrikanische Originalabfüllung handelt, können Sie hier die Siegelnummer eingeben. Anhand dieser Nummer kann der Wein von der Flaschenfüllung bis zum Rebstock identifiziert und die Anbaumethode überprüft werden.
 
 

Falls Sie konkrete Fragen zu einem Wein haben, kontaktieren Sie bitte, die aufgrund ihrer Daten und Dokumentationen das Produkt bis in den Weinberg zurückverfolgen können.

Weitere Informationen:
Die „A“-Nummer finden Sie auf jedem Weinetikett, d. h. sowohl bei zertifizierten als auch bei nicht zertifizierten Weinen. Sie gibt Aufschluss über den verantwortlichen Händler bzw. Importeur.

Südafrikanische Weine, auch wenn sie nicht dem IPW-Nachhaltigkeitsstandard entsprechen, können weiterhin das „Wine of Origin Siegel“ tragen. Es garantiert Ihnen, dass die Angaben von Herkunft, Jahrgang und Rebsorte auf dem Weinetikett überprüft wurden und richtig sind.

   

Sustainable Wine South Africa (SWSA) ist eine Kooperation zwischen den Institutionen des Wine and Spirit Board (WSB),  Integrated Production of Wine (IPW), Biodiversity & Wine Initiative (BWI) und Wines of South Africa (WOSA).

Diese Organisationen forcieren die Umsetzung der freiwilligen Verpflichtung der südafrikanischen Weinwirtschaft ihre Weine nachhaltig und umweltfreundlich zu erzeugen.

„Unter der Berücksichtigung der Auswirkung unseres Weinanbaus und der Erzeugung von Wein im Hinblick auf die Bedürfnisse zukünftiger Generationen, machen wir nicht nur bessere Weine, sondern machen unseren Wein auch besser.“ (WOSA 2010)
 
 
 

1. Weshalb gibt es zwei Siegel?
Das ursprüngliche Siegel (Wine of Origin /WO) zertifiziert die Herkunft, den Jahrgang und die Rebsorte. Das neue Siegel (Integrity & Sustainability) in der grünen Farbversion, bestätigt zudem die Nachhaltigkeit. Momentan können die Produzenten noch wählen, um welches Siegel sie sich bemühen.

2. Wie definiert Südafrikas Weinwirtschaft zertifizierte Nachhaltigkeit?
Die Richtlinien sind durch das Bewirtschaftungsprogramm Integrated Production of Wine (IPW) und des Wine and Spirit Board (WSB) festgelegt. Die nachhaltige Weinerzeugung (IPW) umfasst sowohl die Bereiche Umwelt- und Naturschutz, Ressourcenmanagement und soziale Aspekte. Ein besonderer Schwerpunkt sind die Richtlinien zum Schutz der Biodiversität. Die detaillierten Anforderungen können hier heruntergeladen werden: www.ipw.co.za

3. Wird der IPW-Nachhaltigkeitsstandard je geändert?
Das Wine and Spirit Board (WSB) entwickelt die Richtlinien mit führenden Branchenexperten und -gremien kontinuierlich weiter und adaptiert die neuesten Erkenntnisse. So wurde beispielsweise 2011 auch die Bewertung des CO2-Fussabdruckes aufgenommen. Für die Zukunft gilt es, Wasserneutralität bzw. die Erhaltung der Wasservorkommen stärker zu integrieren. Wasser ist in Südafrika eine sehr knappe Ressource.

4. Wie viele der südafrikanischen Weine tragen das Nachhaltigkeitssiegel?
2013 haben sich 93 % der zertifizierten Weine für das Nachhaltigkeitssiegel qualifiziert.



5. Wie ist es möglich, dass Südafrika als Neuling in der globalen Weinwelt ein solch fortschrittliches System hat?
Vor der Einführung der Demokratie wurde die südafrikanische Weinwirtschaft von einem Monopol kontrolliert, das betraf auch die Anbaumethoden. Dieses strikte Reglement bedingte aber auch eine effiziente Bürokratie damit die Vorgaben von den Produzenten befolgt wurden. Seit 1994 ist die Weinwirtschaft gänzlich dereguliert, die bestehenden administrativen Kontrollstrukturen wurden jedoch beibehalten.

6. Welchen Mindestwert muss ein Betrieb erreichen um die IPW-Akkreditierung zu erhalten?
Der Mindestwert liegt bei 65 %.

7. Wie viele Prozent der Trauben müssen IPW-akkreditiert sein, um das Nachhaltigkeitssiegel zu erhalten?
Es müssen alle Trauben (100 %) nachhaltig produziert und IPW-akkreditiert sein. Dies schließt jeden Bereich der Produktionskette ein – vom Rebstock bis zur Abfüllung.

8. Was geschieht, wenn Produzenten Trauben oder Wein von verschiedenen Weinkellereien kaufen?
Jeder Bereich, d. h. jede Einheit der Produktionskette (Weinbau, Kellerwirtschaft und Abfüllung) müssen erfolgreich IPW-akkreditiert sein, um das Nachhaltigkeitssiegel zu erhalten.

9. Was geschieht, wenn Trauben oder Weine von Mitgliedsbetrieben gekauft werden, die nicht IPW-konform sind?
Diese müssen von den IPW-konformen Trauben und Weinen getrennt verarbeitet werden.